Technisches Wissen im Montanwesen

Schon in vorgeschichtlicher Zeit begann der Mensch in die unterirdische Welt einzudringen und die Hebung der Erze bildete die Grundlage für steten Fortschritt und Veränderungen des menschlichen Daseins.

Neben Gold und Silber, Kupfer und Blei begleitet das Eisen die Menschheit seit Jahrtausenden. Als eines der wichtigsten Nutzmetalle fand es in beinahe allen Bereichen des menschlichen Lebens vielfältige Anwendung. So z.B. in der Alchemie, in der Medizin und später auch in der Technik.

In der Vergangenheit gab es entscheidende Phasen des Fortschritts, in denen elementarer Probleme des Bergbaus gelöste und das technische Wissen erweitert werden konnte. Besondere Bedeutung kommt hier der Agricola-Zeit ab der Mitte des 15. Jahrhunderts zu. Der Humanisten und Montangelehrten Georgius Agricola war zwar die „Schlüsselgestalt im Montanwesen“ seiner Zeit. Neben ihm gab es jedoch noch eine ganze Reihe weiterer Autoren.

Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg trug dazu bei, dass das Wissen publiziert werden konnte. Mit dem technischen Fachbuch mit seinen Beschreibungen und Abbildungen von Apparaten und Maschinen entstand eine neue Literaturgattung, die als Mittel des Technologietransfers bis ins 18. Jahrhundert einen ungewöhnlichen Aufschwung erfuhr.

Die Ausstellung präsentiert historische Sachbücher, gezeigt werden Originale und Faksimiles. Im Museum gelten die aktuellen Hygienevorschriften.