17. Die Vahlberger Hütte

Karte 17

Die Straße durchschneidet den Bereich, auf dem die Vahlberger Hütte gestanden hat. Heute sind nur noch Geländestufen zu erkennen, in die die Gießhalle mit dem Hochofen hineingebaut worden war.

 

Das Drolshagener Zisterzienserinnenkloster war seit dem 16. Jh. Besitzer von Hammerwerken und Eisengruben.
Um die schlechte Finanzlage des Klosters zu verbessern, wagten sich die Äbtissin Maria Josepha von Papen und ihre Nachfolgerin Maria Josepha von Lilien, die beide aus einer adeligen Werler Unternehmerfamilie stammten, in den Wirtschaftsbereich der Eisenverhüttung vor.
200px-Papen-Wappen[1]In der Nähe des Erzbergwerkes Vahlberg, das das Kloster mit großen Kosten betrieb, ließen sie unter der Aufsicht ihres Priors 1762 die Vahlberger Eisenhütte errichten. Das Unternehmen erwies sich jedoch nicht als rentabel, denn die Hütte konnte nur den Brauneisenstein des Bergwerkes preiswert verhütten. Der hochwertigere Stahleisenstein musste teuer hinzu gekauft werden. Zudem waren sie gezwungen mit der Wendener Hütte um die knappe Holzkohle zu konkurrieren.
Die Lage besserte sich auch nicht als 1780 ein Fachmann von der Wendener Hütte, Franziskus Ermert, den Prior Hartung als Hüttenverwalter ablösten. 1793 wurde die Hütte geschlossen.
Bereits zehn Jahre später waren die Gebäude abgebaut. Die Hütte scheint lediglich aus einer Gießhalle mit Hochofen und einer Poche bestanden zu haben.

Folgen Sie dem Fahrradweg in Richtung Wendener Hütte. Auf der linken Seite verläuft gut sichtbar der obere Obergraben.

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