15. Das Bergwerk Vahlberg

Ansicht

Von der Grube Vahlberg ist heute oberirdisch nichts mehr zu sehen. Nur noch die Straßennamen der Ortschaft erinnern an das alte Bergwerk.

Am sog. Vahlbergerzug soll der Bergbau auf Brauneisenstein bis ins 15. Jh. zurückgehen. Seit der Mitte des 18. Jh. kaufte das Zisterzienserinnenkloster Drolshagen Anteile an dem Bergwerk Vahlberg.

1851 stand die Grube im Besitz der „Kölnischen Bergwerks-Gesellschaft“, die hier die vermutlich erste Dampfmaschine im Kreisgebiet einsetzte. Die Kraft einer 60 PS starken Pumpe war notwendig,

um nach der Abteufung eines Maschinenschachtes von zunächst 36 und dann 60 m Tiefe, die Grube zu entwässern. Zur Förderung von einer Tonne Eisenerz, mussten etwa zehn Tonnen Wasser abgeleitet werden.

Mit der Fertigstellung der Zweigbahn Finnentrop – Rothemühle im Jahre 1880 erfolgte der Bau einer Seilbahn vom Förderschacht zur Verladestation in Rothemühle. Die Gruben Vahlberg und Löhkopf waren getrennte Bergwerke bis man mit der Förderung aus größerer Tiefe – 160 m – begann. Nun wurden beide Gruben durch Gänge unter dem Talboden der Großmicke verbunden. In dieser Tiefe konnte auch das bessere Spateisenerz gefördert werden.

Die Arbeiter der Grube förderten im 19. Jh. 420.918 t Roherz. Eine letzte Blüte erlebte die Grube im Ersten Weltkrieg. Es wurden 500 Leute beschäftigt, davon etwa 200 Franzosen und Belgier, die als Kriegsgefangene hier arbeiten mussten. Der Untertagebetrieb in dem zuletzt zur Gutehoffnungshütte (Oberhausen) gehörenden Bergwerk endete 1920.

Folgen Sie dem Fahrradweg. Der kleine Rastplatz lädt zu einer Pause ein. Hier lag ein Biggewehr, an dem der „obere Obergraben“ der Wendener Hütte seinen Anfang nahm.

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