Eisenverarbeitung in den Kupferstichen der „Encyclopédie Diderot d’Alembert

Wann:
28. Januar 2018 um 14:00 – 13. Mai 2018 um 18:00
2018-01-28T14:00:00+01:00
2018-05-13T18:00:00+02:00
Wo:
Museum Wendener Hütte
Hochofenstraße 6
57482 Wenden
Deutschland
Eisenverarbeitung in den Kupferstichen der "Encyclopédie Diderot d'Alembert @ Museum Wendener Hütte | Wenden | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Die Kupferstiche der Tafelbände. Eine Ausstellung aus eigenen Beständen.

Die Encyclopédie war die bedeutendste publizistische Unternehmung der französischen Aufklärung.

Rund 160 Beitragsverfasser, darunter führende Philosophen und Wissenschaftler der Zeit wie Voltaire, Rousseau, Holbach, Condorcet, Montesquieu, gaben der Encyclopédie einen antiklerikalen und antiabsolutistischen Charakter, der schon bald die heftige Abwehr der herrschenden Mächte provozierte. Mehrmals drohte das Werk zu scheitern. Vor allem die Jesuiten erwiesen sich als erbitterte Gegner. 1759, nach Erscheinen des siebten Textbandes, wurde die Encyclopédie sogar vorläufig gestoppt und von Papst Clemens XIII. offiziell verdammt.

1762 begannen die Herausgabe der Tafelbände  (zwischen 1762 und 1772 erschienen 11 Foliobände mit 2885 Tafeln). Der Druck der Textbände 8-17 wurde heimlich in Paris weiterbetrieben. 1765 erschienen sie dann auf einen Schlag, mit dem fingierten Druckort Neufchatel.

Diderot wurde vielfache Hilfe zuteil: Mme. Geoffrin verwehrte ihm zwar, da er zu vulgär sei, den Zutritt zu ihrem Salon, unterstützte aber immerhin seine Arbeit mit 100.000 Ecus. Von Friedrich II. von Preußen wie auch von der russischen Zarin Katharina II. wurde er eingeladen, sein Werk ungestört in Sanssouci bzw. St. Petersburg zu beenden.

Im Laufe der Jahre wuchs die Encyclopédie weit über den Plan von 1751 hinaus. Statt der ursprünglichen 8 Text- und Tafelbände, die bis 1754 vorliegen sollten, kamen bis 1780 stattliche 35 Bände zusammen.

Das Museum Wendener Hütte präsentiert Tafeln zum Thema Eisenbearbeitung aus eigenen Beständen.